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Eine Ära geht zu Ende-Patres verlassen Biesdorf-

95 Jahre waren Missionare von der Heiligen Familie in der Südeifel ein Begriff: Zunächst durch die Ordensschule Sankt Josef, die dem eigenen Nachwuchs diente. Aus der Ordensschule wurde das staatlich anerkannte katholische Gymnasium mit altsprachlichem und neusprachlichem Zweig. Über die Schule hinaus waren die Patres in vielen Gemeinden bekannt und beliebt durch ihren Seelsorgeeinsatz.

Diese Ära ging nun zu Ende. Die klösterliche Gemeinschaft in Biesdorf wurde aufgelöst. Die letzten Patres haben das Missionshaus und das Gymnasium verlassen – aus Altersgründen und wegen Nachwuchsmangel. Sie sind nach Betzdorf an der Sieg umgezogen.

Die Pfarreiangehörigen, die Dekanate St. Willibrord Westeifel und Bitburg (die sich eigens mit einer Vesper in Kyllburg verabschiedeten), die Schule und viele Freunde und Gäste machten den Patres den Abschied nicht leicht und drückten zugleich ihre Wertschätzung aus. Weihbischof Robert Brahm feierte in der überfüllten Klosterkirche zusammen mit den Patres die Eucharistiefeier. Musikalisch gestalteten verschiedene Gesangsgruppen den Gottesdienst.

Im Anschluss fand in der großen Halle des Gymnasiums der Festakt statt. Das schwungvolle Blasorchester des Gymnasiums, der besinnliche Schüler-Solochor und ein eindrucksvoller Lehrerchor sorgten für Abwechslung und Stimmung zwischen den zahlreichen Reden.

Dr. Berthold Kohl, Vorsitzender der Stiftung, der selber in Biesdorf Abitur gemacht hat, sprach im Namen der Trägergesellschaft, als Schulträger des St. Josef Gymnasiums. Er lobte die Arbeit der Patres: „Wir ernten heute die Früchte der Saat, die sie über Jahrzehnte ausgebracht haben. Es ist darum ein besonderes Anliegen, das erfolgreiche Wirken der Patres, in der Tradition des Ordens weiter zu führen und erfolgreich dessen Zukunft zu gestalten.“

Provinzial Pater Egon Färber, Betzdorf, erinnerte an die große Arbeit, die in Biesdorf von den Mitbrüdern geleistet wurde. „Unsere Mitbrüder haben hier eine Heimat gefunden und waren als Lehrer, Erzieher, Seelsorger und Mitbürger vielen Menschen der Region menschlich nah und in Freundschaft verbunden.“ Der Abschied von Biesdorf sei notwendig, betonte der Provinzial, aber dennoch alles andere als einfach. „Ich kann aber sagen, dass alle Mitbrüder ohne Ausnahme diese notwendige Entscheidung in guter Weise mitgetragen haben, nicht ohne Herzblut zu spüren.“

Pater Färber übersetzte anschließend das Grußwort von Pater Patrice Ralaivao. Der Madagassische Missionar von der Heiligen Familie ist Mitglied im Generalrat in Rom, er überbrachte die Grüße des Generaloberen Pater Edmund Michalski. Er erinnerte daran, dass der Orden Zukunft hat in Indonesien, Südamerika, in seinem Heimatland Madagaskar und in Polen.

So ganz wird sich die deutsche Provinz nicht von Biesdorf verabschieden. Das kam auch im Grußwort von Pater Michael Baumbach, dem Provinz- und Generalökonom des Ordens, zum Ausdruck. Pater Baumbach wird künftig den Orden im Kuratorium und Beirat repräsentieren und so sicherstellen, dass die Schule im Sinne des Ordens weiter wächst und gedeiht, wie der Stiftungsvorsitzende Dr. Kohl informierte.

Weitere Festredner waren: Rudolf Rinnen (Beigeordneter des Eifelkreises Bitburg-Prüm), Moritz Petry (Verbandsbürgermeister Südeifel), Alwin Houscht Bürgermeister von Biesdorf).

Im Laufe der letzten Jahre sind die meisten Patres schon nach Betzdorf in ihr neues Domizil umgezogen. Franz Bittner, Vorsitzender des Vereins der Freunde, Förderer und Ehemaligen, überreichte den fünf Patres (Andreas Simon, Josef Müller, Hans-Werner Schulte, Alois Hüging und Willi von Rüden), die nun die Südeifel verlassen, als Zeichen des Aufbruchs einen gut gefüllten Picknick-Korb mit Eifeler Spezialitäten.

Darin waren nicht nur kulinarische Köstlichkeiten, sondern auch eine große Portion Dankbarkeit für ihr seelsorgerisches Wirken in den Pfarrgemeinden enthalten. Der Rektor Pater Wilhelm von Rüden bekam darüber hinaus als Erinnerung ein großformatiges Bild des heiligen Josef, die ein moderner Künstler geschaffen hat.

Eine Ära ist zu Ende. Es ist ein großer Einschnitt für die Seelsorge in den Kirchengemeinden im Dekanat Bitburg und Dekanat St. Willibrord Westeifel. Wir werden die „Biesdorfer Patres" vermissen. Es gilt ein großes DANKE zu sagen.

Von dieser Verabschiedung hat Sandra Hoffmann Fotos gemacht, daraus ist ein Fotobuch entstanden. Wer Interesse an dem Bildband (zum Selbstkostenpreis 29,50 €) hat, kann sich mit Sandra Hoffmann in Verbindung setzen. (Europastr. 3, 54636 Wolsfeld, Tel. 06568-7042 oder 0170 6568 546 oder Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). 

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