- Corona-Gedenkstein errichtet

Am 14. Mai 2020 war der Gedenktag der hl. frühchristlichen Märtyrerin Corona, (griechisch: Stephana), zu deutsch: die Krone oder die Gekrönte. Nun haben wir be-reits einige Monate mit einer Pandemie zu kämpfen, die den gleichen Namen trägt wie die Heilige. Vielen von uns ist der Name Corona nur als Bezeichnung eines Bieres aus Mexiko oder auch eines Vulkans auf Lanzarote bekannt. Dabei wird die hl. Corona seit vielen Jahren von Gläubigen angerufen, um in Zeiten von Seuchen und Epidemien zu helfen, auch aus der orthodoxen und armenischen Kirche.

Die hl. Corona wird in der Kunst dargestellt mit einer Krone oder einem 11 Strahlenkranz um den Kopf. Dies erinnert auch an den Strahlenkranz der Sonne, corona 2020den man Corona nennt. Warum sich gerade dort in Europa, wo die hl. Corona besonders verehrt wird, das gleichnamige Virus zunächst ausbreitete, lag sicher nicht an ihr. Norditalien, Österreich, Bayern und auch Nordrhein-Westfahlen waren allerdings die ersten Gebiete, die des besonderen Schutzes der Heiligen bedurften. Aus früheren Zeiten sind uns Seuchen bekannt wie z.B. Cholera, die Spanische Grippe oder auch die Pest mit Millionen von Toten.
Viele steinerne Zeugen wie Kreuze, Kapellen und Gedenksteine erinnern an solche schweren Zeiten. Dies veranlasste auch die Rentnergruppe „Eisenach Aktiv“ (hier sind besonders zu nennen Willi Brosius, Matthias Quiring, Gey Stang, Ewald Weber und Werner Weber) ein blei-bendes Erinnerungsdenkmal an die derzeitige Corona-Pandemie 2020 aufzustellen. Ein Findling aus heimischem Dolomitgestein dient nun seit Mai 2020 auf dem Eisenacher Höhenweg als sichtbares Zeichen zur Erinnerung an den Beginn der Pandemie. Der Gedenkstein soll an die zahlreichen Toten auf der ganzen Welt erinnern, die der Pandemie bisher zum Opfer gefallen sind, sowie an die vielen Entbehrungen, die die Menschen in Pandemiezeiten auf sich nehmen mussten und müssen. Angebracht wurde auf dem Stein neben dem Schriftzug Corona 2020 ein Corpus des für uns am Kreuz gestorbenen Herrn Jesus Christus. Darüber wurde ein aus gelblichem Sandstein gearbeiteter trauernder Engel eingefügt. Diese Plastik stammt vom Grabstein des ehemaligen Eisenacher Lehrers Joseph Weber, verstorben im Jahre 1911.
Die Familie Werner Weber stiftete diese hervorragende Steinmetzarbeit als Andenken an den Urgroßvater. Am geschichtlich sehr interessanten Eisenacher Römerweg wird nun dieses Denk-mal Wanderer und Jakobuspilger an die Corona-Pandemie erinnern. Eine Ruhebank mit einem herrlichen Blick auf das Dorf und seine Umgebung lädt zum Verweilen und Innehalten ein. Ein Tisch neben dem Denkmal aus einem groben Dolomitstein erinnert durch seine natürliche Struktur an die Höhenzüge und die Täler der schönen, rauen Eifel.

Vielleicht wird ja auch der eine oder andere Wanderer, beim Innehalten am Denkmal mit dem prägnanten Tisch, an die Höhen und Tiefen des eigenen Daseins erinnert.

(Text und Foto: Werner Weber, Eisenach)

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