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Pfarrei St. Luzia Ferschweiler

Herzlich willkommen in der Pfarrkirche St. Luzia Ferschweiler.

 

Wer die Kirche in Ferschweiler betritt, wird erstaunt sein über die helle, lichte und “warme“ Atmosphäre des Raumes. Es ist, als heiße der Ort selbst den Besucher willkommen.

Die Kirche ist voller Symbole. So wird der Blick des Besuchers gleichsam auf das Wichtigste hingelenkt: das Kreuz und den Tabernakel im Altarraum, beide als Baum des Lebends dargestellt.

Bemerkenswert ist auch der Kreuzweg, dessen Stationen auf unsere Zeit und unser persönliches Leben gedeutet wurden, z.B.: Sei bereit - Habe Geduld - Fürchte keinen Menschen usw. So werden Menschen, die dies in besonderer Weise gelebt haben, zu den einzelnen Stationen vorgestellt (Edith Stein, Maximilian Kolbe, usw).

Der Willibrordus- Altar auf der linken Seite enthält unter anderem Reliquien dieser „Kreuzweg- Heiligen“.

Wenn Sie mehr über die Pfarrkirche St Luzia lesen möchten:

751 gilt als Gründungsjahr für Ferschweiler. In einer Echternacher Besitzurkunde wird „Vilare“ (Ferschweiler) erwähnt.

1161 Eine Urkunde Papst Viktor IV nennt eine „ecclesia“ (Kirche) in Ferschweiler.

1538 Neubau einer Kapelle (heute Luzienturm). Später St. Nikolaus und St. Luzia Kirchenpatrone.

1823 Das Schiff der Luzienkapelle stürzt ein.

1827 wird Ferscheiler zur Pfarrei erhoben.

Am 10. August 1828 wird die neuerbaute Kirche durch Definitor Zender, Alsdorf, benefiziert (heutiger Turm, Kirchenschiff ohne Apsis).

1868 Einbau der Chorempore.

1900 Aufsetzen eines Turmhelmes.

1919 Nach dem 1. Weltkrieg wird die Lourdesgrotte (am Eingang der Kirche) als Kriegserinnerungszeichen errichtet.

1944/1945 Zerstörung der Kirche durch den Krieg.

24. August 1946 Beginn des Wiederaufbaus.

8. September 1946 Grundsteinlegung durch Pfarrer Kraus.

24. September 1946 Einsturz der Apsis, 9 teils schwer Verletzte.

8. Mai 1951 Weihbischof Dr. Bernard Stein weiht die wiedererbaute Kirche ein.

22. November 1953 Weihe der 3 neuen Glocken.

1954 Christkönigsfest, Altarkreuz von Bildhauer Sausen aus Trier.

3. Dezember 1961 Orgelweihe.

23. Oktober 1994 Einweihung der Kreuzweganlage.

1997/98 Die Pfarrkirche wurde im Innern vollständig restauriert und neugestaltet.

22. März 1998 Altarweihe durch Bischof Dr. Hermann-Josef Spital.

4. März 2001 Einsegnung der Willibrodgedenkstätte und der Turmkapelle.

Erneuerung des Kirchenvorplatz durch Kirche und Zivilgemeinde.

2010 Erneuerung des Kirchendachs.

 

Nun ein Rundgang durch die Kirche:

Im Eingang, Turm der Kirche befindet sich unter dem Bild der „Mutter vom guten Rat“, das Totenbuch der Pfarrei, gestaltet von Anneliese Oberweis, Ferschweiler. In diesem Buch stehen alle seit dem Jahre 1900 verstorbenen Pfarrangehörigen. Das Buch wird regelmäßig aktualisiert.

Rechts vom Muttergottesbild lesen Sie die Namen aller Vikare und Pfarrer, die nachweislich in Ferschweiler ihren Wohnsitz hatten.

Links die Namen aller Priester und Ordensleute, die aus der Pfarrei hervorgingen.

Die Kirche selbst ist eine einfache barocke Saalkirche, die nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg durch eine Apsis, heutiger Altarraum, erweitert wurde.

Beim Betreten des Kirchenschiffs empfängt uns ein heller lichter Raum. Die grünen Säulen unter der Empore lenken den Blick nach vorne zum Grün des Lebensbaumes am Tabernakel. Dieser Lebensbaum erhält sein Licht nicht von außen, sondern von innen her, vom Tabernakel wo Jesu Leib aufbewahrt wird. Aus dem Lebensbaum erwächst das Kreuz, Zeichen des neuen Lebens: Die Blätter an den Kreuzesbalken geben Zeugnis davon. Dieser Lebensbaum mit seinen zwölf Blüten stehen für die 12 Apostel, versammelt um Christus.

Mittelpunkt der feiernden Gemeinde ist der Zelebrationsaltar aus Udelfanger Sandstein von 1951.

An der Stirnseite des Kirchenschiffes sind links 3 wertvolle barocke Steinskulpturen angebracht: Luzia mit dem Schwert durch die Kehle; Maria als Königin mit Kind und Barbara, die im Turm eingesperrt war. Sie stammen vermutlich vom Hochaltar der alten Luzienkirche, heutiger Luzienturm.

Der achteckige Taufstein ist eine gute Steinmetzarbeit des 19. Jhd. Näheres ist nicht bekannt.

Die enge Verbindung mit dem hl. Willibrord und Echternach, der Mutterpfarrei von Ferschweiler, findet ihren Ausdruck im Willibrordaltar. (Entwurf, HP Gaspar Waxweiler, Gemälde: Vera Faber Ferschweiler; Ausführung: Rainer Thome Ferschweiler.)

Dargestellt sind:

-Willibrord, Missionar hiesiger Gegend: Der Heilige tauft an der Quelle zwischen Basilika und alter Pfarrkirche St.Peter und Paul.

- Willibrord, unermüdlicher Verkünder des Evangeliums: Der Heilige predigt zur Gemeinde vor dem Luzienturm.

- Willibrord, Zertrümmerer der Götzen: Der Heilige formt den Götzenstein um zum „Fraubillenkreuz“.

Im Mittelteil des Altärchens werden Reliquien des Heiligen Willibrord, seines Zeitzeugen, des hl. Lutwinus von Mettlach und der vier Heiligen des Kreuzweges aufbewahrt: Karl Leisner

(Holzpartikel vom Sarg), Edith Stein (Teil ihres Brautkleides), Bernard Lichtenberg (Faksimile seines letzten Briefes) und Maximilian Kolbe (Haar und Stoff seines Ordensgewandes). In den Nischen recht und links haben die Taufgeräte und Heiligen Öle ihren Platz.

Der Osterleuchter zeigt auf den Sieg Christi über die Finsternis hin. Ein Stein aus der Nähe des Fraubillenkreuzes – eines alten Götzenopfersteines- ist eingeschlossen und trägt die Osterkerze, Zeichen des Auferstandenen Christus (Gestaltung: Theo Urbany Ferschweiler).

Auf der rechten Seite des Kirchenschiffes steht die barocke Kanzel aus der Pfarrkirche von Rappenrath/Hunsrück.

Die ehemalige Pfarrhaustür hat ihren Platz als Sakristeientür gefunden.

Das Kirchenschiff ist umgeben von figürlichen Darstellungen, die zur Nachfolge Jesu einladen: auf der rechten Seite der hl Aloysius, Patron der Jugend, der Gute Hirte und der Hl. Josef; auf der linken Seite in der Mitte ein Kreuz mit einem neubarocken Korpus (ehemalige Friedhofskappelle der Familie Lieser Ferschweiler) und die hl. Elisabeth.

Der Kreuzweg (ein mineralischer Abguss vom Original) ist eine Arbeit der Karmeliterinnen von Hauenstein. Zur Erinnerung an die vielen Menschen, die als Märtyrer im 20. Jhd. den Kreuzweg gegangen sind, werden stellvertretend vier Heilige dieser Zeit eingefügt; Edith Stein, die jüdische Karmelitin, die in Ausschwitz vergast wurde; Karl Leisner, der in Dachau zum Priester geweiht wurde und unter den Folgen der KZ-Haft starb; Domprobst Bernard Lichtenberg, der mutig gegen das NS Regime predigte; der Franziskaner Maximilian Kolbe, der für einen Familienvater in den Tod ging.

Auf der Rückseite des Kirchenschiffs sind zwei Holzskulpturen angebracht: links der Hl. Josef mit Kind; auf der rechten Seite eine gern besuchte Gebetsstätte mit der Pietà (Bildhauer Sausen Trier). Hier können Gebetsanliegen in das ausliegende Buch eingetragen werden.

Ausserhalb der Kirche ist die Kreuzweganlage eine Betrachtung wert. Die Stationen hat Herr Johann Heck aus Ferschweiler geschaffen. Der Kreuzweg wurde 1994 in Eigenleistung von den Ferschweiler angelegt. Von der Kreuzweganlage schaut man auf den alten Luzienturm mit dem Missionskreuz, das früher im Turm der Pfarrkirche hing.

Die Pfarrei Ferschweiler keinen ist nun Teil der Pfarreiengemeinschaft Irrel.

Obwohl die Pfarrei keinen eigenen Pfarrer mehr hat, geht das Pfarrleben dank vieler ehrenamtlichen Mitarbeiter weiter. Mit Gottes Hilfe werden in der Pfarrei weiter Gottesdienste gefeiert. Die Gottesdienstordnung finden Sie im Pfarrbrief. Wir laden Sie herzlich dazu ein.  

 

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